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Ziele der Asthma Behandlung

Das Ziel der Asthmabehandlung ist es, eine gute Kontrolle der Krankheitssymptome zur erreichen und diese auf lange Sicht aufrecht zu erhalten. Dies kann bei der Mehrzahl der Patienten durch die pharmakologische Behandlung während einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Patienten, bzw. Familie und Arzt erfolgen. In der Behandlung werden die Dosierungen der Medikamente in Abhängigkeit der Häufigkeit von Krankheitssymptomen zyklisch adjustiert. Gilt das Asthma während eines Behandlungszyklus als nicht ausreichend kontrolliert, so erhöht man die Dosis der Medikamente so lange, bis eine hinreichende Krankheitskontrolle erreicht werden kann. Sobald diese Krankheitskontrolle für wenigstens 3 Monate erzielt wurde, kann man die Medikamentendosen wieder etwas absenken.

Probleme der derzeitigen Asthma Behandlung

Das Ziel des derzeitigen Behandlungsmanagements von ganzjährigem allergischen Asthma ist die Kontrolle der Krankheitssymptome. Jedoch gibt es immer noch einen beträchtlichen Anteil an Patienten, deren Symptomatik als nicht ausreichend kontrolliert gilt. Dies kann durch die häufige fortwährende Allergenexposition und eine begrenzte Wirksamkeit derzeit verfügbarer Medikamente bedingt sein. Auch kann die eingeschränkte Wirksamkeit durch mangelnde Compliance (Nichtbefolgen der ärztlichen Anweisungen z.B. bei der Medikamenteneinnahme), Angst vor Nebenwirkungen, falsche Inhalationstechnik und mangelndes Ansprechen auf die Pharmokotherapie erklärt werden.

Eine Vielzahl an Studien wurden in der Vergangenheit durchgeführt, um den Nutzen der Allergenexpositions-Vermeidung im häuslichen Umfeld mit Blick auf Asthma Symptome zu untersuchen. Doch keiner dieser Studien konnte die Wirksamkeit dieser Maßnahmen nachweisen. Dies lässt den Schluss nahe, dass keiner dieser bisher untersuchten Maßnahmen in ausreichendem Maße die Konzentration der inhalierten Allergene derart absenken konnte, so dass eine Wirkung auf das Immunsystem oder die Atemwegsentzündung des Patienten beobachtet werden konnte.

Beim allergischen Asthma führt die fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems aufgrund des Vorhandenseins von inhalativen Allergenen zu akuten und chronischen Symptomen. Die Minimierung der Allergenexposition von z.B.Allergenen der Hausstaubmilben, Katzen und Hunden ist ein erster Schritt zur Reduzierung des Schweregrades des ganzjährigen Asthmas.

Erfahrungen aus Hochalpenstudien bei Kindern, welche auf Hausstaubmilben sensibilisiert sind, zeigten, dass eine langfristige Allergenvermeidung zur Reduktion der Atemwegsentzündungen mit anschließender Verbesserung der Symptomatik und zu einem reduzierten Schweregrad der Erkrankung führen kann. Diese Studien zeigen auf, dass eine starke Reduktion der Allergenexposition ein effektiver Weg zur Behandlung von allergischem Asthma sein kann.

Maßnahmen zur effektiven Reduzierung der Allergenexposition schwärend der Nacht sind daher eine wichtige neue Behandlungsoption, um Krankheitssymptome zu verbessern bei Menschen mit ganzjährigem Asthma. Studien mit Raumluftreinigern und vergleichbaren Ventilationssystemen zeigten jedoch nur einen minimalen oder gar überhaupt keinen Behandlungseffekt bei Patienten mit ganzjährigem Asthma. Dies liegt vermutlich daran, dass diese Geräte nicht imstande waren, die Allergenexposition weit genug zu reduzieren um einen positiven Effekt auf die Atemwegsentzündung zu beobachten.